Patrick Tempel

Ein bitterer Moment: Der Olympia-Traum für Rostock-Warnemünde ist geplatzt – doch unsere Segel bleiben gesetzt!

Es ist eine Nachricht, die viele Sportbegeisterte in unserer Stadt hart trifft: Am 26. September 2026 hat sich der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) dazu entschieden, mit München als alleinigem Kandidaten in das internationale Bewerbungsverfahren für die kommenden Olympischen und Paralympischen Spiele zu gehen. Das bedeutet leider ganz konkret: Rostock-Warnemünde ist raus. Die olympischen Segelwettbewerbe werden nicht vor unserer Küste stattfinden.

Das ist eine enorme Enttäuschung – nicht nur für mich persönlich als großen Unterstützer unserer Sportstadt, sondern für unsere gesamte Region.

Ein Kraftakt, der Respekt verdient In den vergangenen 14 Monaten wurde hinter den Kulissen und in der Öffentlichkeit unglaublich hart für diesen Traum gearbeitet. Was hier an institutionsübergreifender Zusammenarbeit auf die Beine gestellt wurde, war beispiellos. Der organisierte Sport, unsere lokalen Segelvereine, aber auch starke Partner aus Wirtschaft, Tourismus und Stadtentwicklung haben an einem Strang gezogen. Bei Bürgerforen, der Warnemünder Woche und der Hanse Sail haben wir als Stadt gezeigt, was für ein herausragendes und weltoffenes Segelrevier wir sind.

Besonders schmerzt die Absage, wenn man sich die Rückendeckung der Menschen vor Ort ansieht: Eine repräsentative Umfrage des DOSB im Mai dieses Jahres hat gezeigt, dass satte 80 Prozent der wahlberechtigten Rostocker hinter den Segelwettbewerben in Warnemünde standen. Die Stadtgesellschaft war bereit, dieses Großereignis mit offenen Armen zu empfangen.

Die Vorarbeit darf nicht umsonst gewesen sein Wer mich kennt, weiß aber auch: Wir lassen den Kopf jetzt nicht hängen. Das Aus für die Bewerbung darf nicht das Aus für die vielen guten Ideen sein, die in diesem Prozess entstanden sind.

Wir haben durch die Bewerbungsphase massiv an Sichtbarkeit gewonnen und detaillierte Konzepte für unsere Infrastruktur, Mobilität, Unterkunftsmöglichkeiten und Nachhaltigkeit erarbeitet. Diese wertvolle Vorarbeit darf jetzt nicht einfach in der Schublade der Stadtverwaltung verschwinden! In der Rostocker Bürgerschaft werde ich mich intensiv dafür einsetzen, dass wir die Ergebnisse dieses Auswahlverfahrens genau auswerten. Wir müssen prüfen, welche begonnenen Projekte und Kooperationen wir für die Weiterentwicklung unseres Segelstandortes und unserer Infrastruktur unabhängig von Olympia fortführen können.

Warnemünde bleibt eines der besten und schönsten Segelreviere der Welt. Daran ändert auch die DOSB-Entscheidung nichts. Ein riesiges Dankeschön an alle Ehrenamtler, Vereine und Institutionen, die in den letzten Monaten so leidenschaftlich für diese Bewerbung gekämpft haben.

Der Olympia-Traum ist vorerst geplatzt, aber wir machen weiter – mit voller Kraft für unsere Sportstadt Rostock!